simon boosted
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Verhalten ist Umfeld


Es gibt diesen massiven Mythos auf globaler Ebene, fast wie eine riesige Verschwörung, dass Menschen dazu prädisponiert sind, so oder so zu sein. Die Veranlagung, depressiv zu werden, ADHS ist eine Krankheit, die sexuelle Orientierung ist angeboren, Gewalt kann im Gehirn nachgewiesen werden und so weiter.

Diese Vorstellung, dass Menschen eine bestimmte Biologie haben und ihr Verhalten darauf beruht.

Das ist falsch.

Von der Sexualität bis zu psychischen Störungen, Gewalt und allem anderen. Es gibt keine Gene, keine Chemikalien, nichts Biologisches, das solche Verhaltensweisen vorhersagen könnte. Nichts.



Wir sollten damit beginnen, diese Mentalität abzuschaffen. Dieser Ansatz wird von den Unternehmen, die die "Wunder"-Medikamente verkaufen, schmackhaft gemacht, und jeder wird durch die Praxis der Viehzuchtgesellschaft hypnotisiert: Menschen werden wie am Fließband behandelt. Fühlst du dich wütend, traurig und so weiter? Dann hast du wahrscheinlich eine "Krankheit". Nimm diese Pille! Und tschüss!

Wie auch immer. Hier ist eine aktuelle Veröffentlichung von Joanna Moncrieff, die den Mythos des "chemischen Ungleichgewichts" bei Depressionen entlarvt. Und hier ein allgemeinerer Überblick darüber, dass Depressionen nicht mit irgendwelchen biochemischen Markern in Verbindung gebracht werden können.

Einige sehr wichtige Zitate aus dieser Gruppe von echten Wissenschaftlern, die die Würde und den Mut haben, Wissenschaftler zu bleiben:

Ich habe gezeigt, dass Familien-, Zwillings-, Adoptions- und molekulargenetische Studien keine wissenschaftlich stichhaltigen Beweise dafür geliefert haben, dass Gene bei der Entstehung von Depressionen eine Rolle spielen. In Verbindung mit den jüngsten Erkenntnissen von Moncrieff und Kollegen, dass Serotonin nicht mit Depressionen in Verbindung steht, ist die Vorstellung von MD als medizinischem Zustand in ernsten Schwierigkeiten.

Um die wahren Ursachen von Depressionen zu verstehen, müssen wir uns auf das familiäre (einschließlich Missbrauch und Trauma), soziale und politische Umfeld konzentrieren, einschließlich Rassen-, Geschlechter-, Klassen- und andere Arten von Unterdrückung/Diskriminierung. Wir müssen uns mit der zunehmenden sozialen Isolation der Menschen und ihrer Abkopplung voneinander, dem Mangel an Sinn und Zweck, dem Konsumverhalten und der Angst vor gegenwärtigen oder zukünftigen Katastrophen wie Pandemien, Klimawandel und Atomkrieg auseinandersetzen. Die Vorstellung, dass Depressionen eine medizinische/genetische Erkrankung sind, muss neu bewertet werden, und nichtmedizinische Präventions- und Interventionsstrategien sollten gefördert werden.


Und

Die Vorstellung, dass Leiden auf individuelle und nicht auf soziale Ursachen zurückzuführen ist, führt dazu, dass der Einzelne denkt, dass er selbst schuld ist und nicht das wirtschaftliche und soziale System, in dem er lebt, reformiert werden muss.



Es ist diese handelsbasierte Gesellschaft, die die Menschen traurig, depressiv, wütend, demotiviert und so weiter macht. REPARIERE DIE GESELLSCHAFT!

#tromprojektlive
#HandelRuiniertAlles

simon boosted
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